
New York + Upstate

Geschichte · New York
Ein paar Tage Manhattan – und danach mit dem Mietwagen den Hudson hoch bis an die Niagarafälle.
Unsere Reisen
Geschichten, die Sie reisen können.
Skyline, Brücken, Lärm. Danach beginnt das zweite New York: ein Keller mit Kraftwerksgeschichte, ein Hochhaus ohne Fenster, eine Uhr am Ufer von New Jersey. Und nördlich der Stadt ein Bundesstaat mit Flusstälern, Weinbergen, Kleinstädten und Wasserfällen.
Die Route
Erst Manhattan zu Fuß, dann der Mietwagen ab Newark und der Weg den Hudson hinauf bis Niagara.
Midtown
Grand Central Terminal ist mehr Bahnhof, als man braucht: eine Halle mit Sternenhimmel an der Decke, die berühmte Uhr über dem Informationsschalter und ständige Bewegung. Wenige Blocks weiter steht das Chrysler Building mit einer der schönsten Art-déco-Fassaden der Stadt.
Das Empire State Building von 1931 bleibt der klarste Aussichtspunkt: 86. Etage offen, 102. Etage verglast. Schon die Lobby lohnt den Blick – Art-déco-Wände, ein Wandbild des Gebäudes und Medaillons wie „Electricity“. Früh am Morgen oder in den letzten Öffnungsstunden ist es deutlich ruhiger.




Abseits der Routen
Im Hotel New Yorker an der 34. Straße lebte Nikola Tesla die letzten Jahre seines Lebens; 1943 starb er dort in Zimmer 3327. Eine Gedenktafel in der Lobby erinnert daran.
Das Haus von 1930 hatte im Untergeschoss ein eigenes Kraftwerk samt Maschinen für die Kühlung des Gebäudes. Teile der Anlage sind erhalten und werden gelegentlich bei Sonderführungen gezeigt; welche Maschine genau auf Tesla zurückgeht, ist nicht belegt. Zugang bitte vorab beim Hotel erfragen.


Downtown
Die Bronzefigur „Fearless Girl“ steht heute vor der New Yorker Börse an der Wall Street. Rundherum der Finanzbezirk mit schmalen Straßen, Federal Hall und alten Bankportalen wie der Bronzetür der Manufacturers Trust Company. Am Wochenende früh ist es hier fast leer.
Ein paar Blocks nördlich, in Tribeca, steht 33 Thomas Street: ein 170 Meter hoher Betonturm ohne ein einziges Fenster, gebaut 1974 als Fernmeldevermittlung. Betreten kann man ihn nicht – aber davorstehen.




Fünf Bezirke
Manhattan ist der Anfang, nicht die Stadt. In Queens wechselt die Sprache alle paar Blocks, Brooklyn reicht von Brownstones bis Coney Island, Harlem hat Musikgeschichte, die Bronx die Yankees und Botanik.
Zwei Viertel pro Tag, zu Fuß und mit der Subway. Und New York ist auch im Regen schön: Dann leuchten die Theater am Broadway besonders.




New Jersey
Die beste Aussicht auf Manhattan liegt nicht in Manhattan. Am Ufer von Jersey City steht die Colgate Clock von 1924, mit gut 15 Metern Durchmesser eine der größten Uhren der Welt – Rest einer abgerissenen Seifenfabrik.
Von hier liegt die Südspitze der Stadt gegenüber: am Abend Licht in jedem Fenster. Mit PATH-Bahn oder Fähre in wenigen Minuten erreichbar.

Übergang
In Manhattan braucht man kein Auto. Für den Staat schon. Newark liegt außerhalb des Stadtverkehrs – Flughafen und Bahnhof sind mit PATH-Bahn und AirTrain gut erreichbar.
Ab dort führt der Weg den Hudson hinauf: Flusstal, kleine Städte, Weinberge, Seen – und am Ende die Niagarafälle. Mautgeräte, Einwegmieten und Rückgabeort vorab klären.

Hudson Valley
Sleepy Hollow ist der Ort aus Washington Irvings Erzählung vom kopflosen Reiter – und nimmt das im Oktober sehr ernst: Kürbisleuchten, Friedhofsführungen und Laternenwanderungen. Tickets sind oft Wochen vorher vergeben.
Ganz in der Nähe liegt die kleine Union Church of Pocantico Hills, verbunden mit der Familie Rockefeller. Marc Chagall gestaltete hier eine Reihe farbiger Glasfenster. Öffnungszeiten vorab prüfen.




Hyde Park
Das Culinary Institute of America in Hyde Park ist eine der bekanntesten Kochschulen der Welt, direkt am Hudson. Auf dem Campus kochen und servieren die Studierenden in öffentlichen Restaurants.
Campus-Touren zeigen Lehrküchen und Bäckerei. Tische und Touren sollten vorab reserviert werden.

Saratoga Springs
Saratoga Springs wurde als Kurstadt berühmt: Mineralquellen, historische Badehäuser im Spa State Park und bis heute Bäder mit kohlensäurehaltigem Quellwasser.
Dazu eine lebendige Innenstadt, Pferderennbahn im Sommer und Parks zum Spazieren.

Troy
Troy am Hudson ist eine Stadt aus Backstein. Im 19. Jahrhundert wuchs sie mit Eisenhütten, Kragenfabriken und dem Handel am Fluss – viele Ziegel trugen den Namen der Stadt eingeprägt: TROY.
In der Franklin Alley zeigt ein Wandbild von Joe Iurato aus dem Programm Troy Public Art drei Kinder auf einer Bank. Und samstags füllt der Troy Waterfront Farmers Market die Straßen.




Finger Lakes
Die Finger Lakes sind elf lange, schmale Seen westlich von Syracuse. An ihren Hängen liegt das größte Weinbaugebiet des Staates – bekannt vor allem für Riesling.
Die Weinstraßen am Seneca Lake und Cayuga Lake lassen sich gut an einem Tag fahren; dazwischen Wasserfälle und kleine Orte am Ufer.

Rochester
Das Strong National Museum of Play in Rochester ist das größte Museum der Welt nur über Spiele und Spielzeug – von Brettspielen über Puppen bis zu Videospielen. Gespielt werden darf fast überall.
Barbie kommt aus Deutschland: Ihr Vorbild war die Bild-Lilli aus den 1950er-Jahren. Und Rochester ist die Heimat von Kodak – das Kodak-Moment hat hier seinen Ursprung.




Buffalo & Lockport
Buffalo verdankt seine Größe dem Erie-Kanal. Auf dem Weg lohnen das Erie Canal Museum in Syracuse und Lockport mit seinen Kanalschleusen und dem Museum.
In Silo City stehen stillgelegte Getreidesilos, heute für Führungen, Konzerte und Kunst genutzt. Und die Buffalo Wings kommen aus dieser Stadt – erfunden 1964 in der Anchor Bar.

Niagara
Am Ende der Route liegen die Niagarafälle. Vom amerikanischen Ufer stehen Sie unmittelbar über der Abbruchkante; Bootsfahrten bringen Sie in die Gischt.
Früh am Morgen und am späten Abend ist es deutlich ruhiger. Für die kanadische Seite braucht es die passenden Reisedokumente – das klären wir vorab.

Stadtrhythmus
New York funktioniert am besten, wenn man aufhört, alles sehen zu wollen. Zwei Viertel pro Tag wählen, sie richtig erkunden und die Stadt den Rest übernehmen lassen.

Upstate
Ab Newark den Hudson hinauf: Flussstädte, Badehäuser, Weinberge, Kanalgeschichte – und am Ende die Niagarafälle. Der Bundesstaat ist der eigentliche Roadtrip.

New York erleben
Manhattan als Auftakt, der Hudson als Leitlinie und Niagara als Ziel.

Die große Bibliothek an der Fifth Avenue: Freitreppe, Säulen und ein Lesesaal, den man gesehen haben sollte – der Eintritt ist frei.

Ein klassischer New Yorker Diner mit Frühstück, Burgern und Milkshakes – rund um die Uhr, ganz nach dem Motto „Meals ’Round the Clock“.

Das Mosaik „Imagine“ im Central Park erinnert an John Lennon – ein stiller Ort gegenüber dem Dakota Building, in dem er lebte.

Am Columbus Circle beginnt der Park: Imbisswagen, Hochhäuser, dann plötzlich Wiesen, Seen und Wege für einen ganzen Nachmittag.

Besondere Empfehlung
Die Colgate Clock in Jersey City steht direkt gegenüber der Südspitze Manhattans. Am Abend sehen Sie die Stadt als Ganzes – und stehen fast allein davor.
Reisemomente
Fantastische Museen, Essen aus aller Welt und Sightseeing, das einfach dazugehört – vier Momente aus New York City.

Im Museum of Modern Art hängt „Die Sternennacht“ von Vincent van Gogh. Dazu Met, Guggenheim und Whitney – Museen, für die man sich Zeit nehmen sollte.

In New York isst man sich einmal um die Welt: Chinatown, Little Italy, Queens. Oft sind die kleinen Lokale die besten.

Times Square von der roten Treppe aus – laut, bunt, voller Menschen. Einmal gesehen haben sollte man ihn.

Die HOPE-Skulptur von Robert Indiana steht mitten in Midtown. Kunst begegnet Ihnen in New York auch einfach auf dem Gehweg.
Reisebüro finden
Wir verbinden Ihre Tage in der Stadt mit der Tour durch den Bundesstaat – bis an die Niagarafälle.
Instagram Reels · @alexraddatz
Die Route